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Der Ernst des Lebens

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Der Ernst des Lebens

…ach, was habe ich es früher als Schülerin gehasst, wenn meine Mama am letzten Freitag der Ferien verkündete: „Kinder, ab heute wird wieder früher ins Bett gegangen, weil am Montag der Ernst des Lebens wieder losgeht.“ Tja – bei mir ist der Ernst des Lebens seit vier Wochen wieder aktiv. Oder anders gesagt: seit vier Wochen habe ich wieder ein Wochenende! Sprich, ich arbeite wieder – und kann das WE somit endlich wieder in vollen Zügen schätzen 😉

Kurz zurückgespult: die Angst vor dem Worst Case

Der Entscheidung, meinen Job in Deutschland zu kündigen und ein Abenteuer in NZ zu beginnen, waren einige Monate des Abwägens vorausgegangen. Unter anderem die Überlegung, ob man wirklich einen guten Job bei einem großen, angesehenen Arbeitgeber – mit all den Sicherheiten, dem aufgebauten Ruf, dem gegenseitigen Kennen und Schätzen – einfach so aufgeben kann. Vor allem, wenn man nicht weiß, was einen im neuen Land arbeitstechnisch erwartet.

Ich stelle mich immer gerne auf den Worst Case ein – und freue mich dann, wenn es besser wird. Nachdem ich mir bewusst gemacht hatte, dass es keineswegs selbstverständlich ist, in NZ einen Job zu finden habe ich mich entsprechend vorbereitet (siehe „Prostitutionsblog“). Eine große Voraussetzung war dabei auch Thomas‘ Studentenvisum, das mir automatisch ein Work-Visum verschafft hat. Und Glück muss man auch haben.

Im nächsten Schritt habe ich mich dann auf den Worst Case eingestellt, was das Arbeitsleben in NZ angeht. Denn man hört öfter: Deutsche gelten als sehr direkt – und das kollidiert mitunter kräftig mit der Kiwi-Mentalität. Wo Deutsche Probleme klar benennen und direkt ansprechen, bevorzugen Kiwis einen deutlich sanfteren Umgang: Im neuseeländischen Arbeitsumfeld wird Kritik gerne verpackt, Konflikte werden eher umschifft als gelöst, und selbst wenn alle wissen, dass das Schiff sinkt, spricht das erstmal keiner laut aus. Gelobt wird dafür umso großzügiger – schon in der Schule werden Kiwi-Kinder für nahezu alles enthusiastisch gelobt, was sich im Arbeitsleben fortsetzt. Für Bayern zusammengefasst: „Ned gschimpft is globt gnua“ gilt hier schlicht nicht.

Ein Beispiel einer deutschen Freundin, die seit mehreren Monaten in einer Lebensmittel-Logistikfirma arbeitet: Als drei Werke einem Audit unterzogen wurden und eines davon miserabel abschnitt, trat der Werkleiter vor versammelter Mannschaft ans Mikro und verkündete strahlend, es gäbe „wundervolle Aufgaben und tolle Herausforderungen“ in der Zukunft, auf die er sich sehr freue. Kein Wort über das Ergebnis. Man muss das erstmal sacken lassen. Dieselbe Freundin erzählte außerdem, dass in ihrem Arbeitsvertrag – und das sei wohl übliche Praxis in NZ – bis zu zehn Tage Sonderurlaub bei häuslicher Gewalt stehen. Also: statt die Ursache anzugehen, bekommt Frau Extraurlaub. Ihr Mann hat das übrigens direkt pragmatisch ausgelegt und gemeint: „Na, dann muss ich dich halt ab und an mal schlagen, damit wir mehr Urlaub in diesem schönen Land machen können.“ Tja – wat mut dat mut!

Also bin ich im April auf Jobsuche gegangen – und habe vor gut vier Wochen bei Holmes Solutions angefangen zu arbeiten. Soviel vorab: Ich musste Thomas noch nicht bitten, mich zu schlagen 😉

Holmes Solutions ist ein neuseeländisches Ingenieursunternehmen, das in drei Bereichen tätig ist: Produktentwicklung und Rapid Prototyping, Sicherheitstests und Crashtest-Systeme – hier ist vor allem der Auto-Belay bekannt, ein selbstsicherndes Klettergerät, das weltweit einen sehr hohen Marktanteil hat und in Kletterhallen rund um den Globus im Einsatz ist – sowie Luft- und Raumfahrt, wo Holmes unter anderem Systeme für die NASA entwickelt. Und dann das Zukunftsprojekt Whoosh: ein autonomes Seilbahn-ähnliches Transportsystem, das besonders dort seine Stärken ausspielt, wo klassische Lösungen an ihre Grenzen stoßen – in Städten mit Flüssen, Hügeln oder schwieriger Infrastruktur, wo ein Cable-Rail-System wie Whoosh gegenüber anderen autonomen Transportsystemen echte Vorteile hat. Erstes Ziel: die Einführung in einer neuseeländischen Stadt – Queenstown steht dabei im Fokus, bekannt nicht nur für seine Schönheit, sondern auch als Wohnsitz einiger der reichsten Menschen der Welt.

Derjenige, der mich in NZ bezüglich meines CV-Formats beraten hat, meinte, dass ich mit meiner Erfahrung aus großen internationalen Unternehmen gut ein Start-up unterstützen könne. Das hat mich anfangs etwas überrascht – aber im Nachhinein macht es absolut Sinn. NZ ist übrigens, gemessen an der Bevölkerungszahl, eines der start-up-freundlichsten Länder der Welt: Pro Kopf gibt es hier deutlich mehr Start-ups als in Deutschland – NZ belegt regelmäßig Spitzenplätze in globalen Gründer-Rankings, unter anderem dank schlanker Bürokratie, offener Innovationskultur und einem starken Netzwerkgedanken.

Und Start-ups haben einen entscheidenden Vorteil: Sie können es sich schlicht nicht leisten, Probleme auf die lange Bank zu schieben – denn am Ende des Monats (oder hier: alle zwei Wochen) möchte jeder sein Gehalt auf dem Konto sehen. Das ist übrigens einer meiner Leitsprüche, um Ideen und Vorhaben mit allen Beteiligten durchzubekommen: Am Ende haben alle ein einheitliches Ziel – monetäre Wertschätzung ihrer Arbeit. Das eint. Etwas, das in großen Konzernen mit vielen nicht-operativen Abteilungen erstaunlich schnell in Vergessenheit gerät – je weiter weg vom Kunden, desto schneller. In NZ gilt eine Firma mit 200 Mitarbeitern schon als groß – aber noch nicht groß genug, um zu vergessen, wer am Ende wirklich die Gehälter zahlt. 😊

Allerdings habe ich während meiner Kaffee-trinkenden Netzwerkzeit auch erfahren, dass es viele Geschäftsführer gibt, die – sobald sie ihre drei B’s erreicht haben – die Energie verlieren, eine gute Idee auf den globalen Markt zu bringen. Die drei B’s? Boot, Batch (= Strandhaus am Meer) und BMW. Oder auch „Babe“ – je nachdem, was dem Manne wichtiger ist. Ist das Ziel erreicht, bleibt die Skalierung gerne aus.

Kurze Unterbrechung zur „Freude des Lebens“

Bevor ich weitermache – hier ein paar Fotos von Freunden, die letztes Wochenende unterwegs waren. So extrem kitschig, dass es fast unwahr aussieht: Lake Tekapo. Neuseeland, du machst es einem wirklich nicht schwer 😊

Und dann: der Best Case tritt ein

Mit all diesen Vorurteilen und Vorsätzen im Kopf fange ich also an zu arbeiten. Ich bin für die technische Leitung des Whoosh-Programms verantwortlich – technische Roadmap, Make-or-Buy-Entscheidungen, Staffingstrategie, das Gesamtsystem inklusive aller Subsysteme wie Infrastruktur, Fahrzeuge, Steuerungssysteme, spätere App und so weiter. Und was soll ich sagen: Ich liebe es. Ich mag es, wenn ein Elefant im Raum steht, der gejagt – wobei, das macht der CEO, er jagt die Investoren –, zerteilt und in mundgerechte Stücke aufgeteilt werden muss. Und dann tritt auch noch der Best Case ein: geniale Ingenieure. Mein Kollege Pete ist wie Mr. Q von James Bond – ich sage das nicht leichtfertig. Tolle Diskussionen am Whiteboard, technische Lösungen die wachsen, pragmatische Entscheidungen. Holmes Solutions‘ Slogan lautet: Create, Break, Solve – Together! Und genau so ist es.

Noch ein paar Dinge, die ich wirklich schätze: Das Entwicklungsteam sitzt an einem Ort – statt E-Mails zu schreiben, geht man rüber und bespricht es direkt. Wenn Muster gebraucht werden, sind diese entweder intern schnell gemacht oder kommen innerhalb kürzester Zeit von einem NZ- oder chinesischen Lieferanten. Eigentlich genau das, wovon Manager in großen, weltweit verteilten Organisationen oft träumen – alle so effektiv arbeiten zu lassen, als säßen sie in einem Raum. Hier ist es einfach Alltag 😊

Und dann noch etwas, das mich wirklich begeistert: Während man in Deutschland gerade erst anfängt, KI in den Arbeitsalltag zu integrieren, ist das Arbeiten mit KI bei HS völlig selbstverständlich. In einem kleinen Team mit großem Ziel ist das schlicht notwendig – und es ist einfach nur genial. Was früher eine Woche gedauert hat, erledige ich jetzt in 30 Minuten. Statt Management-Folien selbst zu „malen“, sage ich meinem künstlichen Mitarbeiter Claude, was ich brauche und welche Daten ich habe – er erstellt einen Entwurf, ich korrigiere und verfeinere. Fertig. Ab in die nächste Runde mit dem CEO.

Mein Ziel dabei: die Agilität dieser genialen Ingenieure nicht auszubremsen. Prozesse und Strukturen gezielt so aufbauen, dass die Dynamik erhalten bleibt – aber das Team für künftige Schritte gut aufgestellt ist. Keine Ressourcenverschwendung für schöne Folien um ihrer selbst willen.

Was KI und Arbeitsplätze angeht – ein Thema, das viele beschäftigt: Die Datenlage ist tatsächlich differenzierter als die Schlagzeilen vermuten lassen. Studien zeigen, dass KI zwar bestimmte Tätigkeiten automatisiert, gleichzeitig aber neue Berufsfelder schafft. Das World Economic Forum geht davon aus, dass durch Automatisierung zwar Millionen bestehender Arbeitsplätze wegfallen werden – gleichzeitig aber noch mehr neue entstehen, vor allem in den Bereichen Technologie, Datenanalyse und grüne Energie. Unterm Strich also eher Wandel als Verlust. Ich sehe es so: Es braucht Mitarbeiter mit langjährigem Wissen, um KI sinnvoll einzusetzen – und genau das ermöglicht, dass wichtige Innovationen schneller auf den Markt kommen. Und dank Elon Musk wird es ja bald die Serverfarm auf dem Mond geben, gespeist durch Solarenergie – eine Kühllösung trotz Vakuum hat er sicher auch schon in der Schublade. Also: ganz entspannt. Ich stimme mich mit einem Kollegen ab, damit er seinem Claude-Team meine Anforderungen für die KI-App zum Anforderungs-, Änderungs- und Risikomanagement übergibt 😄

Englisch lernen – auf der Überholspur

Nebenbei lerne ich jeden Tag mindestens ein neues englisches Wort oder einen neuen Ausdruck. Zum Beispiel: Der Kiwi sagt statt „cool“ gerne „sweet as“. Meine Kollegin – ursprünglich aus Alaska – erzählte mir beim Wandern durch die Port Hills, dass sie bei ihrer Ankunft in NZ dachte, jemand finde ihren Po süß. Man habe ihr dann erklärt, dass „sweet as“ einfach „cool“ bedeutet – ohne dass nach dem „as“ irgendetwas folgt. Im nächsten Meeting, nachdem wir etwas Tolles auf die Beine gestellt hatten, sagte ich „sweet as“ und zwinkerte ihr zu – sie griff sich an den Po und zwinkerte zurück: „Thanks.“ 😄 Oder dann: „Two birds with one stone“ – also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Und das im Kiwi-Land, wo die Vögel doch so geliebt werden!!!

Meine Kollegin machte mich außerdem darauf aufmerksam, dass ich beim Schreiben einer Mail das Komma vor dem „and“ vergessen hatte. Ich meinte, ich hätte das in Deutschland noch nie gemacht – es käme mir komisch vor. Sie schickte mir daraufhin das Oxford-Komma-Bild (siehe unten) – und seitdem vergesse ich es nicht mehr.

Dann gibt es noch das Goldilocks Prinzip – was wir als die „goldene Mitte“ bezeichnen würden. Die Geschichte: Ein Mädchen namens Goldilocks verirrt sich im Wald und findet das Haus der drei Bären. Sie probiert Brei – zu heiß, zu kalt, genau richtig. Stühle – zu groß, zu klein, genau richtig. Betten – zu hart, zu weich, genau richtig. Im Arbeitsalltag steht „Goldilocks“ seitdem für die optimale Balance – nicht zu viel, nicht zu wenig, sondern genau richtig. Und unverzichtbar im Arbeits-Bla-Bla: die Frage, wie „committed“ man eigentlich ist. Dazu die Geschichte von Chicken und Pig: Ein Huhn und ein Schwein wollen gemeinsam ein Frühstücksrestaurant eröffnen – „Eggs and Ham“. Das Huhn ist beteiligt (involved), aber das Schwein ist committed. Seither frage ich mich bei jedem Projekt: Bin ich gerade Huhn oder Schwein? 😄

Und von Ferdinand gelernt: Das englische Wort „gross“ kannte ich bisher nur aus dem Berufsalltag – Gross Margin. Ferdinands Witz hat das geändert: „Ein Deutscher geht im Park spazieren und muss pinkeln, stellt sich an den Rand und fängt an. Ein Brite kommt vorbei, sieht ihn an und sagt: ‚Gross.‘ Der Deutsche grinst und sagt: ‚Danke.'“ Gross bedeutet hier: grob/eklig. Wieder was gelernt 😄

Aber weg von Ferdinands Witzen – sonst komme ich zu nichts anderem mehr…

Von der alten Mälze bis zum Rittersaal

Letztes Wochenende lud meine Firma zum alljährlichen Mid-Winter-Event ein. Jedes Jahr denkt sich die Leitung etwas Neues aus: Letztes Jahr war der Dresscode alles, was mit „H wie Holmes Solutions“ anfängt – also zum Beispiel Marty McFly auf einem Hoverboard oder Homer Simpson. Dieses Jahr: feine Kleidung, eins unter Krawatte. Eine Kollegin, die alles organisiert hatte, meinte trocken, wenn man das nicht explizit sage, kämen manche Kiwi-Kollegen in Shorts und Schlappen. Partner oder Freunde waren herzlich willkommen.

Der Abend startete mit einem Sektempfang und Häppchen in einer Art Rittersaal – mehrere offene Kamine, weiches Licht, wunderschöne Atmosphäre. Danach ein feines Drei-Gänge-Menü an schön gedeckten runden Tischen. Der CEO hielt eine tolle Rede und lüftete dabei das Geheimnis: neuer Firmenname, neues Branding – wird bald offiziell ausgerollt. Als kleines Schmankerl gab es sogar eine Goodie Bag mit Artikeln im neuen Look. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: Falls uns jemand darauf anspreche, bevor die offizielle Pressemitteilung raus sei – keine Sorge, erschießen müsse man denjenigen nicht. Verschwiegenheit auf Kiwi-Art 😄

Dann die Vorstellungsrunde – ich zu Thomas, mit Blick auf meinen Chef im schwarzen Anzug mit Fliege: „Das ist mein Chef – James Bond.“ Thomas nickte anerkennend. „Und das ist Pete – Mr. Q.“ Wieder ein wissendes Nicken. Und dann, mit dem breitesten Grinsen: „Und das hier –“ ich legte Thomas die Hand auf die Schulter – „ist mein Student.“ Da alle unsere Geschichte kennen, brauchte es nichts weiter – das Lachen kam prompt 😄

Nach dem Essen: Raumwechsel, DJ, Tanzen – richtig schön. Auf der Heimfahrt stellten Thomas und ich fest, dass wir beide heiser waren vom vielen lauten Reden – wir klangen wie nach einem fiesen Hangover, ohne einen gehabt zu haben. Das brachte mich zum Erzählen: Mit 14 durfte ich mit meinen Geschwistern zur Weihnachtsfeier meines Vaters mitgehen – damals noch Siemens S&A in der alten Mälze in Regensburg. Alle Familien dabei, alles von der Firma bezahlt. Ich fand das damals richtig toll – und vielleicht war das einer der Gründe, warum ich selbst in so einer Welt arbeiten wollte und später bei Siemens anfing.

Mit 23 dann meine erste eigene Firmen-Weihnachtsfeier – natürlich mit meinem damaligen Freund, späteren Ex-Mann. Wir kamen in den großen Saal – und alle schauten uns verwundert an. Ich war die Einzige, die ihren Partner mitgebracht hatte. Die Kollegen erklärten mir, dass man den Partner doch nicht mitnehme, wenn man selbst zahlen müsse. Ich dachte damals schon: Schade – dabei wäre es so wichtig, dass Partner mitbekommen, mit wem man zusammenarbeitet und wofür man privat zurücksteckt, wenn’s in der Firma mal heiß hergeht. Solche Effekte lassen sich eben nicht in Zahlen fassen.

Umso schöner, dass ich jetzt – gut 25 Jahre später – wieder in einer Firma arbeite, wo solche Feste wirklich gefeiert werden!

Und um den Kreis zu schließen…

Mir macht meine neue Arbeit wirklich Spaß. So sehr, dass ich fast täglich mit einem Grinsen nach Hause fahre und zur Rock/Metal-Musik von Radio Hauraki aufs Lenkrad trommle – und mich gerade noch davon abhalte, den Kopf zu bangen. Der Fahrer neben mir an der Ampel würde wohl komisch schauen. Außerdem muss ich mich auf die drei Doppelkreisel auf meinem Arbeitsweg konzentrieren – ihr wisst ja, wie das endet 😄

Letztens lief „Wake Up“ von Rage Against the Machine – der Song, der auch im Matrix-Abspann läuft, in dem Neo erkennt, dass die Welt eine von Maschinen gesteuerte Simulation ist und er sich befreit. Ich musste daran denken, nachdem ich an diesem Arbeitstag besonders effektiv mit KI gearbeitet hatte – mehrere komplexe Dinge parallel erschaffen, in einem Bruchteil der Zeit. Kurzes Innehalten: Bin ich gerade Neo – oder bin ich die Matrix? 😄 Wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Goldilocks eben.

Zum Abschluss: ein paar Bilder aus der letzten Zeit

Gestern tagsüber: Winter-Weihnachtsfest wie in Europa im Riverside Market. Bei weihnachtlichen Klavierklängen durch die Stände schlendern, auf der Suche nach Glühwein und Stollen. Draußen vor der Halle: echter Schnee für die Kids zum Schlittenfahren – aufgehäuft, mitten im Juli, mitten in Neuseeland. Surreal und gleichzeitig wunderschön.

Abends dann die Operette „Die lustige Witwe“ – Thomas hat mich übrigens aufgeklärt, dass es eine Operette ist (und keine Oper), weil gesprochen und gesungen wird. Wer mochte, konnte sich im Stil der 1920er kleiden. Marie und ich hatten schon vorab jede Menge Spaß: Swingmusik aus den 20ern, alles hervorgekramt, was irgendwie den Stil trifft. Man beachte: den selbstgemachten Klaviergürtel von Marie, der sich perfekt in den schwarz-weißen Art-Déco-Stil einfügte – und den schwarzen 70 Jahre alten Wollmantel mit Nerzkragen von meiner Oma. Made in West-Germany. Ein Abend, der uns noch lange begleiten wird 😊

Bussi zur Nordhalbkugel 🌍

4 thoughts on “Der Ernst des Lebens”

    1. Oh, das freut mich sehr – gerade von Dir! Wir geben unser Bestes u.a. mit Witzen von Ferdinand um das Niveau hoch zu halten 😁 Danke liebe Tante Heidi 😘

  1. Ihr seid sehr fleißig beim Schreiben, Respekt! Das ist nett und unterhaltsam. Ich freue mich, daß es Euch dort unten so gut geht und Ihr Euch wohlfühlt, was ja nicht selbstverständlich war.
    Am längsten dürfte in meinem Gedächtnis das Rhinozeros hängen bleiben…

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